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Chronik

Kleiner geschichtlicher Rückblick von der Gründung anno 1840 bis heute...

Die Geschichte des Musikvereins Lenzfried geht nachweislich bis auf das Jahr 1840 zurück. Beweis dafür ist eine Partitur des Stückes "Willkommen im Grünen" von Josef Gungl (1809-1889), auf deren Rückseite sich der aus Leubas stammende Musiker Mang Seele mit Zeichnung, Datum und Unterschrift verewigt hat. Der Großteil der damals 9 - 12 Mann starken Kapelle stammte aus der zur Pfarrei Lenzfried gehörenden Kirchensprengel Leubas. Deshalb ist in den Berichten der Kriegerkameradschaft Lenzfried über Ihre Aktivitäten aus der Zeit von 1870-1907 des öfteren von der Musikkapelle aus Leubas die Rede. Zwei ,,Hochzeitsurkunden" aus den Jahren 1864 und 1865 sind weitere Belege für ein musikalisches Wirken in dieser Zeit.

Gruppenbild um 1820

Im Jahre 1911 wurde unter Vorstand Josef Durst und Dirigent Josef Lachenmayr der Sitz der Kapelle nach Lenzfried verlegt und erhielt mit der Eintragung in das Vereinsregister den Namen ,,Musikverein Lenzfried e.V.". Damals zählte die Kapelle 14 Mann. Während des 1. Welt Krieges wurden die Musiker nach und nach zum Kriegsdienst eingezogen, bis im Jahre 1916 die Musik ganz verstummte und der Verein im Februar 1917 beim Registergericht abgemeldet wurde.
Aber bereits 1919 begannen die aus dem Krieg und der Gefangenschaft heimgekehrten Musiker wieder zu spielen und im Februar 1920 wurde eine Vorstandschaft neu gewählt. Junge Musiker kamen hinzu und die Kapelle wuchs auf 17 Mann an. Unter Vorstand Ludwig Sommer erhielt der Verein 1926 eine neue Satzung, eine Eintragung ins Vereinsregister erfolgte aber nicht.
Wie ein Blick in die seit 1911 lückenlos geführte Chronik zeigt, bewegte sich die Zahl der aktiven Musiker in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen etwa um die 20 und jährlich waren circa 25 Auftritte zu bestreiten. Auch der 2. Weltkrieg ging nicht spurlos am MV Lenzfried vorbei. So waren beispielsweise in der Zeit vom 5.9.1942 - 3.1.1944 22 Heldenehrungen für gefallene Lenzfrieder Soldaten, darunter auch mehrere Musiker, musikalisch zu gestalten. Von Januar 1944 bis Februar 1946 mußte der damalige Schriftführer Josef Mayr zum Wehrdienst, deshalb ist in de Chronik eine Lücke von 2 Jahren. Aber im Jahre 1946 sind bereits wieder 10 Auftritte vom Musikverein Lenzfried gespielt worden mit der Ausbildung und Aufnahme junger Musiker wuchs der Verein bis in die 60-iger Jahre auf ca. 25 Mann an.
Mit der Intensivierung der Jugendausbildung konnte die Zahl der aktiven Musiker bis zum heutigen Tag mehr als verdoppelt werden, so dass die Kapelle heute rund 55 Musiker und Musikerinnen zählt. Seit 1977 spielen auch Mädchen mit und machen mittlerweile gut ein Viertel der Musikeranzahl aus. Zu den Hauptaktivitäten des Vereins zählt das jährliche Frühjahrskonzert, das traditionell immer am Voraben des Palmsonntag stattfindet. Die regelmäßige Teilnahme an Wertungsspielen, sowie eine Vielzahl von weltlichen und kirchlichen Veranstaltungen, die musikalisch umrahmt werden. Seit 1981 spielt der Musikverein Lenzfried e.V. in der Oberstufe und erzielte bei den Wertungsspielen dank ihres umsichtigen und langjährigen Dirigenten Hans Rehle regelmäßig ausgezeichnete Bewertungen. Mit 38 Dirigentenjahren ist Hans Rehle der Dirigent mit der längsten Dienstzeit in der Geschichte des Musikvereins Lenzfried. Hans Rehle hat sich größte Verdienste um die Kapelle erworben. Im September 1998 hat der stellvertretende Bundesdirigent Dieter Wilhelm Beck die Nachfolge von Hans Rehle angetreten. Die offizielle Taktstock - Übergabe wurde im Frühjahrskonzert am 27.3.1999 im feierlichem Rahmen vorgenommen.
Unter Richard Haneberg erhielt der Verein bei der Generalversammlung am 22.11.1991 eine neue Satzung und wurde in das Vereinsregister beim Registergericht eingetragen. Seit April 2002 ist Kristof Büsing Dirigent des Musikvereins Lenzfried.

 

Der Musikverein Lenzfried e.V. unterhält freundschaftliche Beziehungen zu:

  • Musikgesellschaft Kappel (Schweiz)
  • Musikverein Poppenweiler (Ludwigsburg)
  • Musikkapelle Söchering (Oberbayern)

 

Dirigenten und Vorstände von 1911 bis heute:

Dirigenten        Vorstände  
1911-1914 Josef Lachenmayr   1911-1925 Josef Durst
1915-1925 Josef Durst   1912-1938 Ludwig Sommer
1926-1927 Hans Felbinger   1939-1948 Josef Hemmerle
1928-1954 Rochus Huber   1949-1954 Josef Kümmelmann
1955-1958 Erich Blackstein   1955-1963 Leonhard Hemmerle
1959-1960 Egmund Huber   1964-1969 Ignaz Klare
1960-1998 Hans Rehle   1970-1972 Georg Merz
1998-2002 Dieter Wilhelm Beck   1972-1987 Josef Uhlemayr
2002-heute   Kristof Büsing   1987-2005 Richard Haneberg
      2005-2011 Werner Rist
      2011-heute   Amelie Bernegg